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RAP
Abkürzung für Risk Adjusted Performance, die risikoadjustierte Rendite. Diese zweidimensionale Kennzahl errechnet sich aus der erzielten Wertentwicklung (Performance) und dem dabei eingegangenen Risiko (Volatilität) und bezieht als Grundannahme die Kombination mit einer risikofreien Anlageform ein.

Rating
Maßstab für die Bonität eines Unternehmens oder Landes, der von internationalen Rating-Agenturen (z.B. Moody´s, Standard & Poor´s) nach strengen, fixen Kriterien vergeben wird. Die Bonität wird in Buchstaben-Kombinationen angegeben, die höchste ist AAA. Für den Anleger bedeutet niedrigeres Rating natürlich entsprechend höheres Risiko.

Real Estate Fund
Siehe auch: Immobilienfonds

Realverzinsung
Bezeichnet jenen Zinsertrag, der sich unter Berücksichtigung (d.h. nach Abzug) der Inflationsrate ergibt.

Rechenschaftsbericht
Im Investmentgesetz (InvG) ist festgelegt (§ 44, § 45), dass jede KAG für jedes ihrer Sondervermögen (d.h. für jeden Fonds) bis spätestens drei Monate nach dem Abschluss des Geschäftsjahres einen Rechenschaftsbericht zum Berichtsstichtag vorlegen und veröffentlichen muss. In diesem Rechenschaftsbericht müssen insbesondere folgende Angaben enthalten sein: - eine detaillierte Vermögensaufstellung (inklusive der innerhalb des Berichtszeitraumes erfolgten Käufe und Verkäufe) - Anzahl und Wert der umlaufenden Anteile - eine Ertrags- und Aufwandsrechnung (Angaben über erfolgte und eventuelle Ausschüttungen und thesaurierte Erträge eingeschlossen) - eine vergleichende Übersicht über die letzten drei Geschäftsjahre. Des weiteren sind die Investmentgesellschaften verpflichtet, einen Halbjahresbericht zu erstellen, der Aufschluss über das Fondsvermögen und die Anzahl und den Wert der Anteile gibt. Bei für das Halbjahr erfolgten und geplanten Zwischenausschüttungen muss zusätzlich eine Ertrags- und Aufwandsrechnung enthalten sein. Ziel dieser Vorschriften ist es, dem Anteilsinhaber die Möglichkeit zu bieten, sich ein Urteil über die Tätigkeit und die Ergebnisse des Sondervermögens (Fonds) zu bilden.

Rechnungsjahr
Geschäftsjahr, auf das sich der Rechenschaftsbericht bezieht.

Regionenfonds
Investmentfonds, die ihr Fondsvermögen in bestimmten Ländergruppen anlegen, wie beispielsweise Skandinavien, EU, Osteuropa, Naher Osten oder Lateinamerika.

Referenzindex
Siehe auch: Benchmark

Reinvestition
Siehe auch: Thesaurierung

Rendite
Unter Rendite ist im weiteren Sinne die Verzinsung (in Prozent) des eingesetzten Kapitals zu verstehen. Diese Kennziffer lässt sich berechnen, wenn man die Summe der erzielten Erträge eines bestimmten Zeitraums durch das eingesetzte Kapital dividiert und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Engl.: Return

Renten
Handelbare Schuldverschreibungen mit fixer oder variabler Verzinsung. Auch Anleihen genannt.
Engl.: Bonds

Rentenfonds
Bei diesem Fondstyp wird das Fondskapital ausschließlich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere wie z.B. Anleihen (in- und ausländischer Emittenten, auf Euro oder eine Fremdwährung lautend), Pfandbriefe, Industrie- und Kommunalobligationen investiert. Auch Anleihenfonds genannt.
Engl.: Bond Funds

Rentenpapiere
Siehe auch: Renten

Research
Englischer Begriff für Analyse, Recherche. Im Wirtschaftsbereich ist damit eine umfassende Untersuchung gemeint, die sich zum Beispiel auf ein Wertpapier (Ursachen für Kurssteigerungen/-minderungen, meist verbunden mit einer Unternehmensanalyse und einer daraus abgeleiteten Prognose) oder ein Unternehmen (Einschätzung der zukünftigen Unternehmensentwicklung anhand der Analyse unternehmensinterner, branchenspezifischer oder konjunktureller Faktoren) bezieht.

Restlaufzeit
Verbleibender Zeitraum zwischen dem aktuellen Datum und dem Auslauf- bzw. Fälligkeitstermin eines Wertpapiers.

Risiko
Eine der wichtigsten Kennzahlen zur Messung des Risikos von Finanztiteln ist die Volatilität, d.h. die Wertschwankungsbreite beispielsweise eines Fonds innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Je höher die Volatilität, desto höher das Risiko. Neben dem Marktrisiko (Aktienkurs- und Referenzwährungsschwankungen, Zinssatzänderungen) gibt es zahlreiche andere Risiken, wie beispielsweise das Bonitätsrisiko, Fondsmanager-Risiko, Informationsrisiko, Interpretationsrisiko oder politische Risiko. Die Risikobereitschaft des Anlegers hängt ab von seiner persönlichen Lebenssituation, seinen Anlagezielen und seinem Anlagehorizont. Je länger der Anlagezeitraum, desto höher kann in der Regel die Risikobereitschaft des Anlegers sein und damit verbunden die Aussicht auf eine höhere Anlagerendite.

Risikofähigkeit
Die Fähigkeit eines Anlegers, ein gewisses Anlagerisiko einzugehen, ohne damit bei allfälligen - realisierten - Verlusten in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Risikokennzahlen
Kennzahlen, die bei Investmentfonds oder Portfolios Rückschlüsse auf das damit verbundene Risiko geben, sind die Volatilität, die Duration (bei Rentenportfolios) sowie auch das Beta und der Maximum Drawdown (Maximaler Verlust). Darüber hinaus gibt es weitere kombinierte Kennzahlen, welche die Risikorentabilität angeben wie beispielsweise die Sharpe Ratio. Risikoklassen Kategorisierung von Anlageformen hinsichtlich ihres Risikos im Sinne des Verbraucherschutzes. Finanzanlagen insgesamt lassen sich hinsichtlich ihres Risikogrades wie folgt grob einteilen:
Risikoklasse 1 (sicherheitsorientiert)Bausparen, Sparbuch, Termineinlagen, Festgelder
Risikoklasse 2 (ertragsorientiert)Inländische Anleihen, EURO Anleihen, Wohnbauanleihen, Kassenobligationen, Anleihefonds
Risikoklasse 3 (wachstumsorientiert) Aktienfonds, Mischfonds, internationale Anleihen und Fonds
Risikoklasse 4 (risikoorientiert)Aktien, Emerging Market Fonds, spekulative Aktien- und Rentenfonds (Branchen- und Themenfonds)
Risikoklasse 5 (hoch spekulativ) Optionen, Futures, Rohstoffe, Alternative Investments

Risikoneigung
Höhe der möglichen Kursschwankungen, die ein Anleger einzugehen gewillt ist, um ein bestimmtes Anlageziel zu erreichen. Die Risikoneigung bzw. das Sicherheitsbedürfnis eines Anlegers ist mit entscheidend für die Wahl eines Anlagefonds. Je höher die Risikoneigung, desto größer darf der Aktien- und Fremdwährungsanteil sein.

Risikostreuung
Das Prinzip der Risikostreuung ist dann gegeben, wenn das Portfolio aus einer Vielzahl von Wertpapieren unterschiedlicher Emittenten und unterschiedlicher Branchen besteht. Bei internationalen Portfolios auch Wertpapiere unterschiedlicher Länder und Währungen.

Rohstofffonds
Rohstofffonds investieren in Edelmetalle (z.B. Gold, Platin) und Nicht-Edelmetalle (z.B. Aluminium, Kupfer) sowie Holz, Papier, Öl und Gas oder in eine Auswahl aus diesen Bereichen. Das Management von Rohstofffonds erfordert besondere Kenntnisse über diese speziellen Märkte.

Rücknahme
Bei offenen Fonds ist die Investmentgesellschaft verpflichtet, die Rücknahme von Fondsanteilen börsentäglich zum Rücknahmepreis vorzunehmen.

Rücknahmegebühr
Manche Fondsgesellschaften erheben eine Gebühr für die Rücknahme von Fondsanteilen. Diese Gebühr kann auch nach der Dauer, während der die Fondsanteile gehalten werden, gestaffelt sein.

Rücknahmepflicht
Gilt für alle offenen Fonds, bei denen die Investmentgesellschaften verpflichtet sind die ausgegebenen Anteile jederzeit vom Anteilsinhaber zurückzunehmen.

Rücknahmepreis
Der Rücknahmepreis entspricht dem Anteilswert (evtl. abzüglich einer Rücknahmegebühr).

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