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Immobilienfonds
Bei solchen Fonds wird das Kapital der Anleger in Grundstücke und Gebäude investiert. Ziel ist es, hohe Mieterträge und eine hohe Wertsteigerung zu erwirtschaften.

Implizite Volatilität
Bezeichnet die von den Marktteilnehmern erwartete Kursschwankungsbreite eines Basiswertes für einen bestimmten zukünftigen Zeitraum. Wird anhand der am Markt tatsächlich existierenden Optionspreise abgeleitet.

Income Funds
Investmentfonds, die mehr auf die dauerhafte Erwirtschaftung von Erträgen in Form von Dividenden- oder Kuponzahlungen von Aktien oder Anleihen abzielen, als auf ein hohes Gewinnwachstum des Investments.

Index
Ein Index ist Kennzahl für die Wertentwicklung eines bestimmten Marktes und bildet die Entwicklung aller oder der für den Index definierten Papiere des Marktes ab. Bekannte Indizes sind z.B. der amerikanische Dow Jones Industrial Average (DJIA) oder der Deutsche Aktienindex DAX 30.

Indexfonds
Indexfonds sind seit Mitte der 70er Jahre bekannt. Sie versuchen, die ihnen zugrundliegenden Referenz-Indizes (Benchmark) durch eine Anpassung der Portfoliostruktur möglichst exakt abzubilden. Ziel ist es, den Anleger an der Performanceentwicklung des betreffenden Index bzw. Markt teilhaben zu lassen. Da Indexfonds in der Regel passiv gemanagt werden, entfallen für den Privatanleger die Gebühren für aufwendiges Wertpapier-Research, Transaktionskosten fallen nur bei Änderungen der Indexzusammenstellung an.
Ein Nachteil gegenüber aktiv gemanagte Fonds ist, dass auch bei einer Abwärtsentwicklung des Index das Fondsmanagement verpflichtet ist, diesen genau nachzubilden. Eine bessere Performance als beim Vergleichsindex ist mit solchen Fonds nicht zu erzielen.

Indexierung
Eine Indexierung ist die Kopplung ganz bestimmter Größen eines Fonds an einen Index. So orientieren sich Investmentfonds in der Regel an einer Benchmark, z.B. am DAX30, TecDAX oder Dow Jones Euro Stoxx 50.
Wichtig ist die Indexierung bei Immobilienfonds. Hier werden die von der Fondsgesellschaft abgeschlossenen Mietverträge häufig mit einer Indexierungsklausel ausgestattet. Diese besagt, dass sich der Mietzins bei einer 100-prozentigen Indexierung entsprechend der vom Statistischen Bundesamt errechneten allgemeinen Preissteigerungsrate (Inflation) schrittweise erhöht.

Indexkapitalisierung
Die Summe aller Börsenwert der in einem Index enthaltenen Unternehmen. Wird durch Addition der Marktkapitalisierung der einzelnen im Index enthaltenen Aktien errechnet.

Index-Zertifikat
Indexzertifikate sind börsennotierte Schuldverschreibungen. Sie bieten den Investoren die Möglichkeit, an der Wertentwicklung eines bestimmten Index zu partizipieren, ohne die im Index enthaltenen Aktien selbst besitzen zu müssen. Indexzertifikate können sich auf nationale, europäische oder internationale Indizes beziehen. Der zu Grunde liegende Index wird exakt abgebildet, Veränderungen im jeweiligen Index werden automatisch berücksichtigt.
Der Anleger erwirbt mit einem Indexzertifikat den Anspruch auf Zahlung eines vom Stand des zu Grunde liegenden Indexes abhängigen Geldbetrages. Indexzertifikate sind mit begrenzter und unbegrenzter Laufzeit verfügbar. Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren werden üblicherweise nicht berechnet. Zins- und Kuponzahlungen werden nicht geleistet. Bei Zertifikaten auf Performance-Indizes sind in der Wertentwicklung des Zertifikates zusätzlich zu den Kursgewinnen auch die Dividendengewinne enthalten.

Indikator
Als Indikatoren bezeichnet man regelmäßig berechnete Kennzahlen, die Rückschlüsse auf andere nicht messbare Größen zulassen.
Besonders interessant für Investoren sind die von unterschiedlichsten Wirtschaftsforschungsinstituten errechneten und veröffentlichten Konjunkturindikatoren.
Mit Frühindikatoren wie z.B. dem Auftragseingang, oder Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften, lassen sich Aussagen über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung treffen.
Präsensindikatoren (Bruttoinlandsprodukt, Kapazitätsauslastung) geben ein Bild der gegenwärtigen Konjunktursituation wieder.
Spätindikatoren wie etwa die Höhe der Arbeitslosigkeit oder die Entwicklung der Preise reagieren meist zeitverzögert auf die Konjunkturentwicklung.
Wichtige Indikatoren und Kennzahlen in der Fundamentalanalyse von Wertpapieren sind beispielsweise das Kurs-/Gewinnverhältnis (KGV), Sharpe Ratio oder das Jensen’s Alpha.

Industrieanleihe
Anleihen, die von Industrieunternehmen begeben werden.

Inflation
Bezeichnet die stetige Geldentwertung bzw. die Preisniveausteigerung.

Informationspflicht
Investmentgesellschaften sind dazu verpflichtet, dem Anleger ein umfassendes Bild über die Tätigkeit und die Wertentwicklung eines Fonds zu vermitteln. Auf Grund der ihm vorliegenden Fakten muss der Kapitalanleger das Risiko einschätzen können, bevor er sich für ein Engagement in einen Fonds entscheidet

Informationsrisiko
Mediendarstellungen von Unternehmensentwicklungen können falsch, zeitverzögert oder unvollständig sein.

Inhaberaktie
Bezeichnet eine Aktie, die auf keinen bestimmten Namen lautet. Der Eigentümerwechsel erfolgt durch einfache Übergabe.

Initial Public Offering
Kurz: IPO, bezeichnet die Ersteinführung eines Unternehmens an der Börse durch Verkauf von Unternehmensanteilen (Aktien) an die Öffentlichkeit.

Inlandsanleihen
Bezeichnen Anleihen einheimischer Schuldner in der eigenen Währung auf dem Heimmarkt.

Innerer Wert
Dieser Begriff wird in der Finanzwelt je nach Anwendung auf Fonds, Aktien oder Optionen für unterschiedliche Größen verwendet.
Bei Fonds bezeichnet der Begriff den Nettoinventarwert, d.h. also das Gesamtvermögen des Fonds. Der innere Wert einer Aktie entspricht dem Nettosubstanzwert, sprich der Eigenkapitalsumme des Unternehmens pro Aktie.
Bei derivativen Produkten ist der innere Wert der Betrag, den der Inhaber bei sofortiger Ausübung realisieren kann. Er entspricht dem Gewinn, der verbleibt, wenn bei Ausübung der Option der Basiswert (das Underlying) sofort verkauft wird.

Insider
Beschreibt eine Person, die über unveröffentlichte Informationen verfügt, deren bekannt werden die Kurse beeinflusst. Das Benutzen dieser sog. Insider-Informationen für Engagements an den Märkten ist strafbar und wird von der zuständigen Börsenaufsichtsbehörde verfolgt.

Insiderinformation
Sind Informationen über vertrauliche Tatsachen, die mit einem Wertpapier oder Emittenten in Zusammenhang stehen und die geeignet sind, den Kurs des Wertpapiers erheblich zu beeinflussen, wenn sie der Öffentlichkeit bekannt werden. Das Ausnützen von Insiderinformationen z.B. zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren ist nach verboten und strafbar.

Insolvenz
Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners (z.B. Wertpapieremittenten)

Institutionelle Anleger
Bezeichnen Marktteilnehmer (z.B. Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften, Großinvestoren, …), die sich in großem Umfang an den Geld- und Kapitalmärkten beteiligen.

International Securities Identification Number
Kurz: ISIN, dabei handelt es sich um die international standardisierte Identifikationsnummer aller Wertpapiere. Sie ist zwölfstellig und enthält neben der Länderkennung (z.B. für Deutschland DE, für Österreich AT, für Luxemburg LU) auch die nationale Identifikationsnummer. Die bisher verwendete Wertpapierkennnummer (WKN) bleibt vorerst parallel dazu weiter bestehen.

Inventarwert
Bezeichnet das Nettovermögen eines Fonds, geteilt durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile.

Inverse Zinsstruktur
Diese liegt vor, wenn die Zinsen für kurzlaufende Anleihen (Kurzläufer) höher sind, als jene für Langläufer.

Investitionsgrad
Bezeichnet den Prozentsatz, mit dem ein Fonds in die jene Anlagen investiert ist, die seinen Anlageschwerpunkt bilden. Zur Berechnung ist die Barreserve vom Fondsvermögen abzuziehen und dann durch das Fondsvermögen zu dividieren.

Investmentfonds
Ein Investmentfonds ist das von einer Investmentgesellschaft (KAG) verwaltete Sondervermögen (Einlagen der Anleger), welches in Wertpapieren und/oder Immobilien angelegt und bei einer Depotbank verwahrt wird. Das Fondsmanagement legt nach dem Grundsatz der Risikostreuung, den definierten Anlagegrundsätzen und -zielen folgend, ein Portfolio an, um bei entsprechendem Risiko maximale Erträge zu erwirtschaften.

Investmentfondsgesetz
Das Investmentfondsgesetz ist ein Bundesgesetz, in dem die gesetzliche Basis zwischen Anlegern und Kapitalanlagegesellschaften geregelt wird. Es ist durch strenge Bestimmungen zum Schutze des Anlegers gekennzeichnet.

Investmentgesellschaft
Eine Investmentgesellschaften, auch Kapitalanlagegesellschaft (KAG) genannt, ist ein Kreditinstitut und unterliegt damit sowohl dem Investmentgesetz, als auch dem Gesetz über das Kreditwesen (KWG).
Geschäftszweck ist die Investition des von den Anlegern als Sondervermögen eingebrachten Kapitals im Namen der KAG, aber für deren gemeinschaftliche Rechnung. Das Fondsmanagement ist dazu angehalten, das Fondskapital nach dem Grundsatz der Risikostreuung in Wertpapiere, Beteiligungen oder Grundstücke und Gebäude anzulegen. KAGs müssen in Deutschland in der Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG) oder der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) geführt werden.

Investmentgesetz
Das seit 01.01.2004 in Deutschland gültige Investmentgesetz (InvG) ist die gesetzliche Grundlage für Investmentfonds in Deutschland. Hauptziel dieses Gesetzes ist der Anlegerschutz. Es regelt beispielsweise die Rechtsform der Investmentgesellschaften als Kreditinstitute, die Anlagebestimmungen und –grenzen, die Einschaltung der Depotbank und deren Aufgaben, den Mindestinhalt der Vertragsbedingungen, die Prüfungs- und Publizitätsvorschriften u.v.m.
Wichtigste Besonderheiten des InvG sind die Zulassung von Hedgefonds (Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken) und Dach-Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken (Dach-Hedgefonds). Ebenfalls neu ist, dass Fonds (Richtlinienkonforme Sondervermögen) in Derivate investieren dürfen. Den so genannten Gemischten Sondervermögen ist sogar die Anlage in Aktien, Renten, Cash, Derivaten, Immobilienfonds und Hedgefonds erlaubt.

Investmentkonto
Spezielles Konto, das nur besteht, um den Erwerb und die Verwahrung von Fondsanteilen zu regeln. Der Anleger erhält auf diesem Konto im Rahmen der Kontoführung auch Anteilsbruchteile gutgeschrieben und kann Ausschüttungen erneut in Fonds investieren.

Investmentprozess
Bezeichnet die strukturierte Vorgangsweise, nach der bei Veranlagung des Vermögens eines Investmentfonds bzw. eines Portfolios vorgegangen wird.

Investmentstil
Systematische und nachvollziehbare Anlagegrundsätze, z.B. aktiver oder passiver Ansatz.

Investmentzertifikate
Wertpapiere mit verbrieftem Recht auf einen bestimmten Miteigentumsanteil an den Vermögenswerten eines Investmentfonds

Investor
Englischer Begriff für Kapitalanleger.

IPO
Siehe auch: Initial Public Offering

ISIN
Siehe auch: International Securities Identification Number.

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